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Stadt Neuffen (Druckversion)

Info-Brief Juli 2015

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich darf Sie über die Themen informieren, die am Dienstag im Gemeinderat behandelt wurden:

Zunächst eine äußerst erfreuliche Mitteilung von den Stadtwerken, die ich dem Gemeinderat geben konnte. Lag der Jahresgewinn für das Jahr 2013 noch bei 113.000 EUR, konnten wir für das Jahr 2014 einen Gewinn von 391.000 EUR erwirtschaften. Davon sollen 300.000 EUR ausgeschüttet werden, wovon die Stadt Neuffen entsprechend ihrem Aktienanteil 225.000 EUR erhält.

Sie sehen, es lohnt sich also weiterhin auch für Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Stromkunde bei unseren Stadtwerken zu bleiben oder gerne auch wieder zu werden, falls Sie irgendwann mal den Stromanbieter gewechselt haben sollten. Während bei anderen Stromkonzernen und Billiganbietern die Gewinne in die Firmen fließen, landen sie bei uns in Neuffen im Haushalt der Stadt und kommen somit der Bürgerschaft wieder zu. Maßnahmen, die ansonsten z. B. über Ihre Grundsteuer finanziert werden müssten, können wir mit der Dividende der Stadtwerke stemmen. Das entscheidende Kriterium schlechthin, unseren Stadtwerken nicht den Rücken zu kehren – unter unserem Dach sind Sie gut aufgehoben und aller bestens versorgt.

Sie haben es sicherlich schon aus anderen Berichterstattungen vernommen, dass der Verein „SONNE e.V.“ (Soziales Netzwerk Neuffener Tal) aufgelöst wurde. Zweck der im Jahr 2006 gegründeten Einrichtung war, überörtliche Angebote für ältere und behinderte Menschen zu schaffen, damit diese möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung leben können. Maßgebliches Anliegen war das betreute Wohnen zu Hause. Die Nachfrage nach der Betreuung durch die SONNE ist in den letzten Jahren aber leider sehr stark rückläufig geworden, so dass die Finanzierung nicht mehr gewährleistet werden konnte. Auch wurde es in letzter Zeit immer schwieriger, das SONNE-Angebot überhaupt zu vermitteln.

Die SONNE wird nun aber nicht gänzlich untergehen. Einstimmig wurde von allen betroffenen Gemeinden beschlossen, sie in der Diakoniestation Neuffener Tal wieder stärker leuchten zu lassen. Unter ihrem Dach werden künftig die Pflegebegleitung sowie alle Angebote der SONNE angesiedelt, so dass niemand benachteiligt sein wird.

Die Feuerwehr benötigt dringend ein neues Einsatzleitfahrzeug. Das alte Fahrzeug aus dem Jahr 1986 hat seine Dienste mehr als getan. Deshalb hat der Gemeinderat auch einstimmig zugestimmt, dass die Feuerwehr hier auf dem Gebrauchtwagensektor fündig werden soll.

Bereits lange zurück war mal angedacht, die Theoderichstraße bis zur Urbanstraße durchzubinden. Im Jahr 1992 wurde dafür sogar die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen. Dieses Verfahren wurde jedoch schnell wieder eingestellt, nachdem sich die betroffenen Anlieger heftig dagegen gewehrt hatten, was auch nachvollziehbar ist. Alle Grundstückseigentümer haben ihre Erschließung bereits entweder über die Kirchheimer oder die Paulusstraße, so dass für sie eine zweite Erschließungsstraße keine wirklichen Vorteile mit sich gebracht hätte.

Mit der jetzt abgeschlossenen Erschließung des Baugebiets „Taschetwiesen“ hat die Theoderichstraße eine zweite und nun auch wintertaugliche Anbindung nach heutigem Ausbaustandard erhalten. Damit sind die ursprünglichen Gründe für eine Weiterführung zur Urbahnstraße hin entfallen und der Gemeinderat hat einstimmig die endgültige Einstellung der Planungsabsichten aus dem letzten Jahrhundert beschlossen.

Sowohl der Reit- und Fahrverein, wie auch der Turnerbund und der VfB erhalten für ihre in den letzten Wochen und Monaten durchgeführten baulichen Maßnahmen städtische Zuschüsse. Der Reit- und Fahrverein hat eine umfangreiche Hallendachsanierung durchgeführt. Nach Abzug der Versicherungsleistungen aus ihrer Hagelschadenversicherung und einem Zuschuss vom Landessportbund ist ein förderfähiger Betrag von 93.000 EUR übrig geblieben. Die Regularien der Stadt Neuffen sehen für Investitionsmaßnahmen der Vereine einen 20 %igen Zuschuss vor, so dass dem Reit- und Fahrverein die runde Summe von 18.600 EUR bewilligt wurden. Der TB mit dem VfB haben gemeinsam ihr Sportheim teilrenoviert. Hier wurde ein Zuschuss in Höhe von 7.700 EUR gewährt auf der Basis von Kosten in Höhe von rund 38.500 EUR.

Kürzlich hatte ich Sie davon unterrichtet, dass an der Aussegnungshalle auf dem Friedhof die Mikrofonanlage um zwei Lautsprecher ergänzt wurde. Jetzt wird mir aber immer noch von einem einzigen unserer älteren Mitbürger vorgehalten, dies wäre in keinster Weise ausreichend. Alle älteren Friedhofsbesucher würden sich an ihn wenden und sich beschweren, dass die Lautsprecheranlage nach wie vor eine Katastrophe sei.

Nun komme ich naturgemäß anlässlich meiner Gratulationsbesuche gerade in die Häuser zu den älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Dabei stelle ich schon über vier Jahre fest, dass mir mit Ausnahme der genannten Einzelperson bisher keinerlei Klagen zugetragen wurden, man würde anlässlich der Beerdigungen nichts hören. Sollte dies aber dennoch der Fall sein und es ist halt bisher noch nicht zu mir vorgedrungen, so darf ich Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, hiermit bitten, sich ganz einfach persönlich an mich zu wenden.

Mit herzlichen Grüßen aus dem Rathaus

Ihr

Matthias Bäcker
Bürgermeister

http://www.neuffen.de//stadt-rathaus/aktuelles-aus-neuffen